Wer verschlüsselt, wird besser gefunden
Google ändert Ranking-Kriterien und priorisiert HTTPS
Google wird beim Ranking von Suchergebnissen künftig den Faktor Verschlüsselung berücksichtigen. Wer HTTPS nutzt, wird belohnt.
Das Logo des Browser-Add-Ons HTTPS Everywhere (Quelle: Electronic Frontier Foundation, eff.org/https-everywhere)
Das Logo des Browser-Add-Ons HTTPS Everywhere (Quelle: Electronic Frontier Foundation, eff.org/https-everywhere)
Google gibt in einem Blogeintrag Tipps für den Einsatz des Verschlüsselungsprotokolls Transport Layer Security (TLS) und dem darauf basierenden Kommunikationsstandard HTTPS:
- Website-Betreiber sollen sich für eines von drei SSL-Zertifikaten entscheiden: Single-Domain, Multi-Domain oder Wildcard. Single kann nur für eine spezifische Webseite genutzt werden (Beispiel: https://apple.com), Multi für mehrere (Beispiel: https://www.microsoft.com und https://nokia.com) und Wildcard für jede Webseite innerhalb einer Domain (Beispiel: https://google.com, https://plus.google.com und https://drive.google.com)
- Google empfiehlt die Nutzung von 2048-Bit-Zertifikaten
- Inhalte, die auf der gleichen Secure-Domain liegen, sollen über relative URLs angesprochen werden
- Inhalte, die auf einer anderen Domain liegen, sollen über "protocol relative URLs" angesprochen werden (ein Beispiel dafür findet sich in diesem Blog)
- Weitere Suchoptimierungstipps für URLs verrät Google hier
- Das Crawling von HTTPS-Websites sollte nicht über die Datei robots.txt geblockt werden
- Auch der Noindex-Tag sollte vermieden oder nur spärlich eingesetzt werden
Websites, die diese Regeln befolgen, erhalten von Google künftig ein besseres Ranking. Google habe die neue Priorisierung in den letzten Monaten getestet, heisst es im Blog. Noch würden die Anpassungen erst rund 1 Prozent aller Suchanfragen betreffen. "Es ist aber möglich, dass wir uns später dafür entscheiden, diesen Faktor höher zu gewichten", schreibt Google.
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