Salt verliert Kunden
2015 war ein turbulentes Jahr für Salt. Neuer Besitzer, neuer Name, neuer Chef. Die ersten Jahreszahlen seit der Übernahme spiegeln dies wieder. Umsatz, Ebitda und Kundenstamm entwickelten sich rückläufig.
Salt hat im vergangenen Jahr leicht an Umsatz eingebüsst. 2015 erwirtschaftete der Telko 1,28 Milliarden Franken. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Umsatz um 2,4 Prozent, wie Salt mitteilt. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging etwas stärker zurück. Das Ebitda lag bei 413 Millionen und somit knapp 5 Prozent hinter dem Vorjahreswert.
Der Telko führt die rückläufigen Zahlen auf verschiedene Faktoren zurück. Das Jahr 2015 war etwa von einem intensiven und harten Wettbewerb geprägt, wie Salt mitteilt. Die Kundenbasis des Telkos spiegelt diese Einschätzung wieder.
Die Gesamtkundenzahl reduzierte sich um 6,6 Prozent auf 2,02 Millionen Kunden. 1,15 Millionen davon nutzten ein Postpay-Abo. Dieser Wert blieb in etwa auf dem Vorjahresniveau. Der durchschnittliche Erlös pro Kunde lag somit bei 35,9 Franken. Fast zehn Prozent weniger als noch 2014.
Turbulentes Jahr für Salt
Die schlechten Ergebnisse hätten jedoch auch interne Ursachen – in der Mitteilung spricht der Telko von "Managementfehlern". Eine misslungene IT-Umstellung im Jahr 2014 habe hohe Forderungsausfälle verursacht und zudem wurde die Bonität von Neukunden unzureichend geprüft. Die Korrekturen fielen auf das Budget für 2015.
Das vergangene Jahr brachte Salt viele Veränderungen. Im Februar übernahm das französische Holding-Unternehmen NJJ Capital den Telko. Dieser hiess damals noch Orange. Die Namensänderung zu Salt gab das Unternehmen kurz darauf bekannt.
Ende 2015 legte CEO Johan Andsjö sein Amt nieder. Er wurde durch Andreas Schönenberger abgelöst. Dieser trat seine neue Funktion Mitte März 2016 an.
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