So stärkt der Kanton Genf seine Rolle in der digitalen Governance
Als Antwort auf eine Motion des Grossen Rates erläutert die Genfer Regierung ihren Ansatz, um die Stellung Genfs in der digitalen Governance zu stärken. Dabei setzt sie insbesondere auf das internationale Genf, sein akademisches Ökosystem und Initiativen rund um künstliche Intelligenz.
Der Genfer Staatsrat will die Stellung Genfs in der internationalen digitalen Governance stärken. Den formalen Rang der "Welthauptstadt" dieses Bereichs strebt er aber nicht an. Das geht aus der Antwort auf eine Motion hervor, die der Grosse Rat im November 2025 angenommen hatte. Demnach setzt die Regierung auf einen pragmatischen Ansatz mit dem Ziel, Genf als einen der wichtigsten internationalen Standorte in diesem Bereich zu festigen.
In der Motion forderte der Grosse Rat den Staatsrat insbesondere dazu auf, eine Strategie zu erarbeiten, mit der sich Genf in Bereichen wie digitaler Souveränität, Cybersicherheit, künstlicher Intelligenz, Desinformation, Online-Moderation oder Datenaustausch positionieren kann. Dabei sollte er auch auf das Genfer Quanten-Ökosystem zurückgreifen, insbesondere auf das Geneva Quantum Network, den GESDA (Geneva Science and Diplomacy Anticipator) und das Open Quantum Institute.
In seiner Antwort hält der Staatsrat fest, dass Genf bereits über zahlreiche Stärken verfügt. Er verweist auf die Präsenz internationaler Organisationen, das akademische Ökosystem sowie mehrere Initiativen im Bereich Digitalisierung und KI. Die Regierung unterstreicht zudem die Rolle, welche die Schweizer Neutralität und das mit dem internationalen Genf verbundene Vertrauen spielen können.
In einem Umfeld, das vom Wettbewerb zwischen verschiedenen internationalen Standorten und einer fragmentierten digitalen Governance geprägt ist, will der Kanton vor allem die bereits gemeinsam mit dem Bund und lokalen Akteuren unternommenen Aktivitäten verstärken.
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