Foxconn will weniger für Sharp bezahlen
Foxconn hat ein tieferes Übernahmeangebot für Sharp vorgesehen. Wegen möglichen Kosten aus ungeklärten Rechtstreitigkeiten sollen die Aktienanteile an Sharp nun 10 bis 20 Prozent weniger wert sein.
Der Auftragsfertiger Foxconn hat sein Kaufangebot für Sharp gesenkt. Wie Bloomberg berichtet, möchte Foxconn den Preis der Aktienanteile am japanischen Unternehmen um 10 bis 20 Prozent heruntersetzen.
Kurz nachdem die Unternehmen Ende Februar einen Übernahmevertrag ausgehandelt hatten, sei eine Liste mit möglichen Kosten aus ungeklärten Rechtsstreitigkeiten aufgetaucht, heisst es weiter. Diese würden sich auf insgesamt 350 Milliarden Yen (rund 3 Milliarden Franken) summieren.
Wie Nikkei in seiner Finanzzeitschrift Asian Review mitteilt, hat Foxconns externer Berater den Grossteil der Verbindlichkeiten als risikoarm eingeschätzt. Dennoch habe das Unternehmen die Unterzeichnung der Übernahmevereinbarung kurzfristig verschoben.
Der ursprüngliche Kaufpreis von 660 Milliarden Yen (5,7 Milliarden Franken) sei nur kurz zuvor durch den Sharp-Aufsichtsrat abgesegnet worden. Wie Bloomberg unter Berufung auf Jiji News Agency berichtet, möchte das Unternehmen den Kaufpreis nun um rund 100 Milliarden Yen (867 Millionen Franken) drücken.
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