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Kanton Freiburg lanciert KI-Chatbot auf Basis von Mistral AI

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von Alexia Muanza und Übersetzung: Joël Orizet, nki

Der Kanton Freiburg will den Zugang zu Verwaltungsinformationen mit einem KI-gestützten Chatbot vereinfachen. Das Tool basiert auf einem Sprachmodell des französischen Unternehmens Mistral AI und läuft auf einer Schweizer Infrastruktur. Aktuell testet der Kanton den Chatbot in einer Beta-Version auf seinem Onlineportal fr.ch.

Der neue KI-Chatbot des Kantons Freiburg. (Source: fr.ch)
Der neue KI-Chatbot des Kantons Freiburg. (Source: fr.ch)

Der Kanton Freiburg lanciert einen auf künstlicher Intelligenz basierenden Chatbot, der den Zugang zu Verwaltungsinformationen vereinfachen soll. Das auf dem kantonalen Portal fr.ch verfügbare Tool nutzt ein grosses Sprachmodell (LLM) des französischen Unternehmens Mistral AI.

Der Chatbot analysiert die Fragen der User und identifiziert automatisch passende Inhalte aus den veröffentlichten Informationen der Verwaltung, wie der Kanton mitteilt. Zunächst durchsucht er die Inhalte der Website fr.ch sowie die kantonale Gesetzessammlung. Mit den Antworten liefert der Chatbot auch Links zu den Originalquellen, damit die User die Informationen überprüfen können. Über eine Feedback-Funktion können sie zudem zur Verbesserung des Dienstes beitragen. Laut Mitteilung soll das Tool die Suche für die Bevölkerung erleichtern und den Arbeitsaufwand für die zuständigen Stellen verringern.

Entwicklung und Hosting in der Schweiz

Die Freiburger Digitalagentur Liip entwickelte die Lösung, während der Genfer Cloud-Anbieter Infomaniak die technische Infrastruktur in der Schweiz hostet. Dies soll ein hohes Niveau bezüglich Datenschutz und der digitalen Souveränität garantieren. Wie der Kanton Freiburg mitteilt, registriert das System die Anfragen der User anonymisiert. Es übermittle keine persönlichen Daten an Dritte, konform zur Schweizer Datenschutzgesetzgebung.

Der Chatbot befindet sich derzeit in einer Beta-Phase, die Verantwortlichen wollen ihn laufend verbessern. Die kantonalen Behörden weisen darauf hin, dass die KI-generierten Antworten Fehler enthalten oder unvollständig sein können und keine offiziellen Stellungnahmen darstellen. Zukünftig soll sich der Suchbereich auf weitere freiwillige kantonale Institutionen wie beispielsweise die Gemeinden erweitern.

 

Die Stadt Luzern setzt für ihren KI-Chatbot übrigens auf ein Sprachmodell von OpenAI - mehr dazu lesen Sie hier

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