Merkwürdiges aus dem Web

Nicht einmal über meine Leiche

Uhr

CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten ­Kurznews immer in der Rubrik "Curiosities". Gute Unterhaltung!

cgr. Auch die Inhaber von Kryptowährungen müssen sich mit ganz irdischen Zwängen herumschlagen. So will seit Kurzem auch der Steuervogt wissen, wie viel Geld in der privaten Wallet steckt. Das Erben und Vererben ist auch nicht so einfach, wie der Fall des Kryptomillionärs Matthew Mellon zeigt. Laut "Heise" segnete er überraschend das Zeitliche. Seine Private Keys für die umgerechnet rund 250 Millionen US-Dollar in der Kryptowährung Ripple vermachte er jedoch niemandem. Mellon hatte Angst vor Cyberangriffen und versteckte die Schlüssel daher in Schliessfächern über die ganze USA verteilt. Für die Erben ist es damit fast unmöglich, an das Kryptogeld heranzukommen. Zumindest in der Blockchain wird sein Geld auf ewig weiterleben.

Ätsch …! 17'000 Dollar für die Tonne

cgr. Vor vier Jahren hat Apple mit viel Tamtam seine Smartwatch lanciert. Ein Jahr später kam dann eine spezielle Edition auf den Markt, ganz in Gold. Die Uhr kostete damals 17 000 US-Dollar. Wer dachte, er kaufe sich damit eine Geldanlage für die Ewigkeit, der guckt nun in die Röhre. Schon nach drei Jahren stellte Apple den Support ein, und die Uhr bekommt auch kein neues Update auf WatchOS 5, wie Apple auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC ankündigte. Apple kommunizierte nie, wie viele der Uhren tatsächlich verkauft wurden. Als die Uhr auf den Markt kam, versuchte Apple, den Absatz mit einer grossen Werbekampagne in Modezeitschriften anzuregen. Jedoch verschwand das Modell im Laufe der Lancierung der nächsten Smartwatch-Generationen wieder aus dem Sortiment.

R.I.P. Aibo

fpo. Wie stark unterscheiden sich Roboter von Mensch und Tier? Im technologieverrückten Japan offenbar nicht sehr. Dort können sich Besitzer von kaputten Roboterhunden mit einer zeremoniellen, buddhistischen Bestattung von ihrem Roboterhund verabschieden. Wie die "Japan Times" schreibt, bekamen bereits über 800 dahingeschiedene Aibo-Roboter von Sony eine priesterliche Beisetzung, damit für deren Seelen ein friedlicher Übergang ins Nirwana gewährleistet ist. Hinter den Bestattungen für Fido 2.0 steht Reparaturdienstleister A-Fun, der die digitalen Hunde danach für Ersatzteile ausschlachtet. Sony beendete die Produktion der Aibos vor 12 Jahren und schloss vor 4 Jahren auch seine "Aibo Clinic". Da Sony nun ein neues Modell mit künstlicher Intelligenz ankündigte, sind Ersatzteile offenbar noch immer gefragt.

KI weiss, wer dumm läuft

cka. Jeder Mensch läuft anders. Für ein Forschungsteam der Universität von Manchester läuft es jedoch gerade wie am Schnürchen. Nachdem sie lange mit dem Kopf gegen die Wand gelaufen waren, entwickelten die Forscher nun eine künstliche Intelligenz, die Menschen an ihrem Gang erkennt. Wem es dabei kalt den Rücken runterläuft, der sollte eines bedenken: Noch lief das Projekt nicht aus dem Ruder. Die Drähte in Manchester laufen nämlich noch nicht heiss mit Anrufen von Big-Brother-Fans. Und auch wenn etwas schieflaufen sollte – sofern es nicht allzu dumm läuft –, sollte der Überwachungsstaat schon mit zwei linken Schuhen zu überlisten sein. Diesen Karren können also alle wohl einfach laufen lassen.

Drohne steht ihr gut

fpo. Die Mitarbeiter des japanischen Unternehmens Asahi Power Service mögen wohl Inspector Gadget. Sie stellten ein Hightech-Gerät vor, an dem die Comicfigur mit Bestimmtheit ihre helle Freude hätte: eine Regenschirm-Drohne. Das Flugobjekt erkennt das vor Regen zu schützende Kopfhaupt und passt seine Flughöhe daran an. Bei voller Akkuladung schütze die Drohne während 20 Minuten vor Regentropfen, bei den Folgemodellen soll der Akku bis zu einer Stunde halten. Ob wir in Zukunft alle unsere Köpfe bei Regen mit Drohnen bedecken, ist aber schwer vorstellbar. Mathias Brandstötter vom Ins­titut für Robotik und Mechatronik der Joanneum Research Forschungsgesellschaft zeigt sich skeptisch. "Ich schätze die Alltagstauglichkeit einer beschirmten Drohne für den Privatbereich als ausgesprochen gering ein", sagt er gegenüber Pressetext. Denkbar sei eine alternative Nutzung zur Beobachtung und zum Schutz nicht menschlicher, dynamischer Objekte. Die würden sich zumindest nicht blöd vorkommen, wenn ständig eine Drohne über ihnen schwebe.

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