"Ich glaube an den Standort Schweiz und seine Agenturen"
Nadine Borter ist Inhaberin und Geschäftsführerin der Berner Agentur Contexta. Im Interview erklärt sie, welche Trends sie ausmacht, was Kunden wollen und wie sie die Zukunft der Schweizer Webszene sieht.
Welche Trends sehen Sie beim Einsatz von Webtechnologien?
Nadine Borter: Die angewendeten Technologien sind zweifellos wichtig. Als Kommunikationsagentur, die für den Aufbau und die Pflege starker Markenidentitäten bekannt ist, betrachten wir die technischen Aspekte eines Webprojekts aber auch aus einem etwas anderen Blickwinkel: Für uns und unsere Kunden steht bei der Gestaltung interaktiver Anwendungen im Web die Persönlichkeit der Marke im Vordergrund. Selbstverständlich stets im Einklang mit den im Hintergrund angewandten Technologien.
Wie haben sich die Anforderungen und Erwartungen Ihrer Kunden im Zusammenhang mit Webprojekten in den letzten Jahren verändert?
Natürlich hat sich auch bei unseren Kunden die Auffassung durchgesetzt, dass digitale und klassische Medien nicht isoliert voneinander betrachtet werden können. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Alle Umsetzungen müssen den Kern einer Marke widerspiegeln – auch im digitalen Raum.
Welchen Einfluss hat der Mobile-Boom auf die Webagenturen? Gibt es überhaupt noch Webprojekte, in denen "Mobile" keine Rolle spielt?
Die Nutzerzahlen von Mobilgeräten wachsen stetig und werden zweifellos weiter ansteigen. Es wäre fahrlässig, heutzutage ein Webprojekt umzusetzen, ohne die Mobilgeräte zu berücksichtigen. Jede Mobilapplikation muss dem User einen klaren Nutzen, wenn nicht gar Mehrwert bringen und in der Gesamtheit der digitalen Massnahmen den richtigen Platz einnehmen.
Welche Berechtigung wird die Schweiz als Produktions- und Entwicklungsstandort wegen der hohen Kosten in Zukunft noch haben? Oder anders gefragt: Welche Zukunft haben Schweizer Webagenturen?
Ich glaube an den Standort Schweiz und seine Agenturen. Es ist allerdings auch absehbar, dass Schweizer Webagenturen mit reinen Umsetzungsarbeiten in Zukunft wohl immer weniger Geld verdienen werden können. Vielmehr müssen sie ihre Kompetenzen bei der Orchestrierung und Implementierung komplexer Webprojekte weiter ausbauen und als "Locals" mit ihren Kenntnissen des zu bearbeitenden hiesigen Marktes punkten. Da haben sie gegenüber international agierenden Mitbewerbern einen klaren Vorteil.
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