Vom Turnschuh-Traum zum KI-Schaum
CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten Kurznews immer in der Rubrik "Curiosities". Gute Unterhaltung!
jor. Wenn ein Kind sagt, es möchte Astronaut werden, hat man zwei Optionen: sanftes Schönreden oder brutales Erden. Die erste Option grenzt zwar an eine Lüge, schafft aber einen Anreiz zum Lernen. Option zwei hingegen soll zwar vor Enttäuschung schützen, wirkt jedoch ausgesprochen fies – im Sinne von: "Bleib mal auf dem Boden und such’ dir etwas Realistisches aus." Im Umgang mit Kindern bleibt das Schönreden somit die harmlosere Wahl. Doch an der Börse ist Brutalität angesagt – zumindest unter normalen Umständen. In vernünftigen Zeiten hätten Anleger wohl zur zweiten Option tendiert, nachdem der kalifornische Schuhhersteller Allbirds verkündet hatte, dass er das Geschäft mit Turnschuhen aufgeben und sich stattdessen auf KI-Infrastrukturen spezialisieren wolle. Doch heutzutage spielt es offenbar keine Rolle, wie abwegig eine Geschäftsidee klingt – Hauptsache, sie kommt mit der Zauberformel "KI" daher. Die Börse jedenfalls frohlockte. Und der Aktienkurs von Allbirds stieg um das Fünffache, wie das "Handelsblatt" berichtet. Aus Sicht der Anleger bleibt allerdings zu hoffen, dass der Wandel vom Sneaker- zum KI-Konzern noch vor dem Platzen der Blase gelingt – und falls nicht: dass die Aktionäre mit weichen Sohlen auf dem Boden der Tatsachen landen.
Dr. KI hat Flausen im Kopf
vgr. Wer lange dem Blaulicht eines Bildschirms ausgesetzt ist, könnte sich gemäss Dr. KI die Augenkrankheit Bixonimania zuziehen – doch diese existiert gar nicht. Die Forscherin Almira Osmanovic Thunström erfand sie nämlich für ein Experiment an KI-Chatbots, wie das Wissenschaftsmagazin "Nature" berichtet. Dazu habe sie Fake-Studien der fiktiven Erkrankung auf das akademische Netzwerk Preprints hochgeladen. Nach wenigen Wochen sprach Copilot von einer seltenen Krankheit, Gemini empfahl den Augenarzt, Perplexity meinte, 1 von 90 000 Personen sei davon betroffen, und ChatGPT verglich Symptome mit den erdichteten Diagnosekriterien. Der Grund für diese Fantastereien ist laut einer Studie, dass KI professionell formulierte Behauptungen für glaubwürdig hält. Gegenüber "Nature" erklären Google und OpenAI, die Antworten würden aus älteren Modellversionen stammen.
Wenn Mensch KI spielt
dwi. Wer glaubt, nur Maschinen könnten wie Maschinen reden, bekommt hier einen menschlichen Bug serviert. Auf der Plattform "youraislopbores.me" können User wie bei echten KI-Chatbots Anfragen stellen – oder eben selbst in die Rolle der KI schlüpfen und Antworten als Text oder Zeichnung liefern. Statt künstlicher Intelligenz arbeitet hier also wieder mal das gute alte Gehirn. Dass Menschen sich als KI ausgeben, kommt offenbar an, wie "Watson" berichtet. Gründer Mihir Maroju habe nach nur einem Monat bereits über 25 Millionen Besucherinnen und Besucher und fast 280 Millionen Aufrufe gezählt. Damit das Netz wieder menschlicher wirkt, tun also alle erst mal so, als wären sie keine Menschen.
KI-Klon kommuniziert künftig für Zuckerberg
tse. Stellen Sie sich vor: Ein KI-Avatar übernimmt für Sie alle sozialen Interaktionen, sodass Sie mehr Zeit für Ihre persönlichen Projekte haben. Klingt verlockend? Das denkt wohl auch Mark Zuckerberg. Der Meta-Chef will genau einen solchen Avatar von sich erstellen, der in Zukunft an seiner Stelle mit den Meta-Mitarbeitenden kommunizieren soll, wie "Blue News" berichtet. Der digitale Doppelgänger werde Zuckerberg detailgetreu nachgebildet sein. "Die Mitarbeiter sollen sich durch die Interaktion stärker mit mir verbunden fühlen", erklärt der Meta-CEO. Wer weiss, vielleicht kann eine KI ja tatsächlich menschlicher kommunizieren als Mark Zuckerberg.
Tatort: Haidilao-Restaurant
ahu. Im kalifornischen Silicon Valley geriet ein Roboter ziemlich aus der Fassung, wie "NBC" berichtet. Die maschinelle Bedienungshilfe wurde auf Video festgehalten, wie sie in einer Filiale der Hotpot-Restaurantkette "Haidilao" einen Tisch traktierte, Geschirr gefährdete und Essstäbchen durch die Luft fliegen liess, bevor sie zu einem ausladenden Tanz ansetzte. Es erforderte das beherzte Eingreifen von drei Servicekräften, um den geschürzten Roboter zu beruhigen. Diese nahmen die Sache allerdings sichtlich mit Humor. Gegenüber "NBC" erklärte "Haidilao", dass der Roboter weder fehlerhaft noch ausser Kontrolle gewesen sei. "Der begrenzte Raum beeinträchtigte seine Bewegungen." Der Roboter sei Teil des Service- und Unterhaltungskonzepts und so programmiert, dass er eine Tanzeinlage performe.
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