22. Rang: Schweizer E-Government enttäuscht

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Lediglich den 22. Rang nimmt das Schweizer E-Government-Angebot im weltweiten Vergleich ein. Dieses enttäuschende Studienergebnis gaben gestern die beiden Verfasser einer Studie ConsultingWorld AG und Hewlett-Packard Schweiz bekannt. Das E-Government-Angebot in der Schweiz sei noch zu stark auf die elektronische Vermittlung von Verwaltungstexten und -informationen fokussiert, bemängelt die Studie. Weitgehend fehlten Transaktionsmöglichkeiten über das Internet. Als benutzerunfreundlich geisseln die Autoren zudem die mangelnde Anpassung der Sprache an den Bürger, die oft unklare Kennzeichnung der Aktualität der Informationen und die Aufsplitterung der virtuellen Amtsschalter auf zig verschiedene URLs. Einen wesentlichen Hauptgrundfür das schlechte Abschneiden der Schweiz im internationalen Vergleich sehen die Verfasser der Studie im politischen Aufbau der Schweiz: Der Föderalismus führe zu vielen unterschiedlichen Lösungen in Organisation, Prozessen und Informatik. Aus diesem Grund sieht die Studie den Bund als Leader besonders gefordert. Das Bundesprojekt Guichet virtuel deute zwar in die richtige Richtung, attestieren ConsultingWorld und HP, die Lösungsorientierung und die Umsetzungsfähigkeit seien jedoch ungenügend. Guichet virtuel wendet nach Ansicht der Autoren zu viele Ressourcen für zu komplexe Themen wie E-Voting auf. Die Studie basiert auf Daten, welche von Dezember 2001 bis Januar 2002 beim Bund und allen Kantonen, Hauptorten und Städten erhoben wurden. Im Kantonsrating belegte Basel-Stadt den ersten Rang, bei den Hauptstädten Luzern. Für den internationalen Vergleich wurden Studien von Gartner und der Brown University beigezogen.