Alcatel und Lucent fusionieren

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Was bereits als Gerücht durch die Medien kursierte, hat sich bestätigt: Der französische Telekommunikationsausrüster Alcatel und der US-Telefonausrüster Lucent schliessen sich zu einem Anbieter von Telekom- und Internettechnologie zusammen. Damit wollen die Konzerne zur Nummer eins im Bereich der Telekom-Ausrüster werden, teilten die Unternehmen am Sonntag in Paris mit. Nummer eins ist Cisco mit einen Umsatz von 24 Milliarden Euro.
Per Aktientausch soll Alcatel rund 60 Prozent und Lucent 40 Prozent des Kapitals der neuen Gesellschaft besitzen. Das Zusammengehen soll eine "Fusion unter Gleichberechtigten" sein. Dies wird durch die neue Organisation unterstrichen: Der Hauptsitz soll in Frankreich sein, die Aktivitäten in den USA sollen von New Jersey aus gesteuert werden. Patricia Russo, die bisherige Chefin von Lucent, soll das neue Unternehmen führen. Alcatel-Chef Serge Tchuruk wird Verwaltungsratsvorsitzender, im Verwaltungsrat werden fünf Alcatel-Managern und fünf Lucent-Managern Einsitz nehmen. Zwei weitere, unabhängige Verwaltungsräte werden noch gemeinsam bestimmt. Der neue Name soll zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.
Der Gesamtkonzern kommt basierend auf den Konzernzahlen von 2005 auf einen Umsatz von 21 Milliarden Euro und knapp zwei Milliarden Gewinn und zählt 88'000 Mitarbeiter. Durch die Fusion sollen 10 Prozent der Stellen abgebaut werden.
Der Fusion müssen die Aktionäre und die zuständigen Behörden noch zustimmen.

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