Amazon im Kampf gegen die Gewerkschaft
Das elektronische Versandhaus Amazon.com macht gegen die Gewerkschaften mobil. Die Gespräche zwischen den Mitarbeitern werden leise und kleine Gruppen stecken die Köpfe zusammen, wenn sie auftauchen. So klärt eine interne Meldung mit dem Titel von Amazon Warum Gewerkschaften nicht wünschenswert sind das Kader über die Zeichen einer drohenden gewerkschaftlichen Organisation der Mitarbeiter auf. Letzte Woche haben zwei Gewerkschaften und eine unabhängige Gruppe angekündigt, die Anstrengungen der Belegschaft von Amazon zur Gründung einer Gewerkschaft zu unterstützen. Diese möchten sich vor allem gegen schlechte Bezahlung und viele Überstunden wehren. Amazon versucht nun, seine Mitarbeiter zu überzeugen, dass Gewerkschaften gefährlich für das Unternehmen seien. Sie schürten mit Absicht das Misstrauen gegenüber den Vorgesetzten und schafften eine unkooperative Stimmung unter den Mitarbeitern, heisst es in der internen Mitteilung weiter. Von gewerkschaftlicher Seite bedauert man das aggressive Vorgehen Amazons. Es ist bedauerlich das ein vielgerühmtes High-Tech Unternehmen sich in der gleichen Weise über Gewerkschaften äussert wie Fabrikbesitzer vor hundert Jahren, meint Duane Stillwell, Präsident des Prewitt Organisation Fund.
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