Analyse: Bedroht das SGR-Portal tatsächlich die Zeitungs-Sites?

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Der derzeitige Streit zwischen den Zeitungsverlegern und der SRG wegen deren Internetaktivitäten ist unbegründet, denn die Webauftritte der Zeitungen und der SRG unterscheiden sich deutlich. Zu diesem Schluss kommt eine ArgYou-Studie von Christoph Glauser. In einer computergestützten Inhaltsanalyse verglich er die Internetinhalte von NZZ, Tages-Anzeiger und Blick mit denjenigen von SRG, DRS und Swissinfo.org und kam zum Schluss, dass sich in den meisten Fällen die Inhalte stark unterscheiden. Welche Inhalte die Zeitungsmacher und welche die SRG auf dem Internet anbieten, hängt laut Studie von der Tagesaktualität ab. Glausers Inhaltsanalyse zeigt, dass bei den Online-Themen die SRG klar die Nase vorne hat, wenn es um Politik und Wirtschaft sowie Auslandinformationen geht. Die Zeitungsverlage dagegen besetzen die typischen Lifestyle-Themen wie Essen im Restaurant, Bücher, Computer, Landkarten und andere Serviceangebote. Auch bei den diversen Internetrubriken bieten die elektronischen Plattformen der SRG wesentlich mehr Nachrichten, Kurznachrichten, Informationen zum In- und Ausland sowie grosse Archive an. Die Zeitungsplattformen sind bei Autos, Reisen, Gesundheit und auch beim Sport im Vorteil. Laut Glauser gibt es aufgrund dieser Unterschiede eigentlich keine Grundlage für die heftige Diskussion zwischen den Zeitungsverlegern und der SRG.
Ob allerdings diese Analyse die Verleger beruhigen wird, sei dahin gestellt. Denn die Studie zeigt, dass SRG bereits heute in dem Bereich, um den sich der Streit vor allem dreht - nämlich der Bereich Nachrichten - aktuellere Angebote bietet.