Angriffe durch Malware verdreifacht
Angriffe durch Schadprogramme über das Internet haben sich laut Cisco zwischen März und Juni verdreifacht.
Netzwerkausrüster Cisco engagiert sich auch am Markt für Netzwerksicherheit. Deshalb untersucht das Unternehmen aus San Francisco allerlei Angriffe aus dem Web und deren Schadwirkung. In der jüngsten Ausgabe seines "Global Threat Reports" weist Cisco darauf hin, dass die Anzahl unterschiedlicher Angriffe durch Schadprogramme über das Internet derzeit rasant ansteige.
Angriffe verdreifacht
Zwischen März und Juni dieses Jahres habe sich die Zahl der Angriffe von 105'536 auf 287'298 fast verdreifacht. Die durchschnittliche Angriffsrate pro Unternehmen im Monat liege bei 335 Vorfällen mit den höchsten Werten im März mit 445 und im April mit 453 Ereignissen.
Weitere wichtige Erkenntnisse der Studie sind nach Cisco-Angaben:
- Unternehmen mit 5'000 bis 10'000 und mit mehr als 25'000 Mitarbeitern waren im Juni deutlich stärker von Angriffen über das Web mit Schadprogrammen betroffen als Unternehmen anderer Grössen.
- Brute-Force-SQL Login-Angriffe stiegen deutlich während des zweiten Quartals an, ebenso wie Attacken über SQL Injection.
- Die Anzahl der Denial-of-Service-Attacken erhöhte sich ebenfalls im zweiten Quartal.
- Das weltweite Spam-Volumen blieb in der ersten Jahreshälfte 2011 ziemlich konstant, während Phishing im zweiten Quartal stieg, mit einem Höchstwert von vier Prozent des Gesamtvolumens im Mai.
Advanced Persistent Threats
Zudem hat der Netzwerkausrüster im ersten Halbjahr zahlreiche Sicherheitsverstösse bei Unternehmen verschiedener Branchen festgestellt. Dabei spielten Advanced Persistent Threats (APTs) eine grosse Rolle. Bei dieser Art der Bedrohung wollen Angreifer aus der Ferne ein System manipulieren und würden dabei nicht durch Standard-Sicherheitsvorkehrungen entdeckt.
Daher empfiehlt Achim Kaspar, General Manager von Cisco Österreich eine permanente Überwachung von internen Sicherheitsdaten und eine umfassende Traffic-Analyse.
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