AOL gerät unter Druck

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Der Medienriese AOL Time Warner hat einen Bericht der Washington Post dementiert, wonach der Konzern Umsätze im Werbegeschäft durch verschiedene Bilanzierungstricks um mindestens 270 Millionen US-Dollar aufgebläht haben soll. Die Post hatte gemeldet, dass Manager des Fusionspartners AOL seit dem vierten Quartal 2000 versucht hätten, ausbleibende Werbeeinnahmen durch Bilanzierungstricks zu überspielen. In der angespannten Atmosphäre unmittelbar vor dem Zusammenschluss mit Time Warner habe AOL die Werbeumsätze im Onlinegeschäft nach aussen hin weiter auf einem hohen Niveau halten wollen, schreibt die Zeitung. AOL Time Warner erklärte, die Buchhaltung von AOL habe in Übereinstimmung mit den GAAP-Regeln stattgefunden und entspreche den Normen. Unterdessen wurde bekannt, dass eine Anlegergruppe bei einem New Yorker Gericht eine Sammelklage eingereicht hat. Die Klage betrifft die Periode zwischen April 2001 und April 2002, in welcher der Mediengigant einen Rekordverlust von 54,4 Milliarden Dollar erlitten hatte. Als erste Reaktion ist der für das Tagesgeschäft verantwortliche COO von AOL Time Warner, Robert Pittman, von seinem Amt zurückgetreten. Trotzdem wies AOL die Vorwürfe zurück und kündigte eine Umstrukturierung des Unternehmens an, um das Vertrauen der Investoren wieder herzustellen.