Mutmasslicher Diebstahl von Firmengeheimnissen

Apple verklagt OpenAI und zwei ehemalige Mitarbeitende

Uhr
von Tobias Seefeld und jor

Apple hat eine Klage gegen OpenAI und zwei ehemalige Mitarbeitende eingereicht. Der Tech-Riese bezichtigt den ChatGPT-Entwickler sowie die beiden Personen des Diebstahls von Firmengeheimnissen. Damit eskalieren die Spannungen zwischen den beiden Unternehmen, die bereits seit Monaten spürbar sind.

(Source: Free-Photos / Pixabay.com)
(Source: Free-Photos / Pixabay.com)

Apple verdächtigt zwei ehemalige Mitarbeitende, die nun bei OpenAI tätig sind, dem KI-Unternehmen Firmengeheimnisse von Apple weitergegeben zu haben. Deshalb hat der iPhone-Entwickler eine Klage gegen OpenAI sowie die beiden Einzelpersonen eingereicht, wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet. Damit erreichen die Streitigkeiten um die Vorherrschaft bei KI-Hardware einen neuen Höhepunkt, denn der ChatGPT-Entwickler arbeitet an eigenen Geräten, die dem iPhone Konkurrenz machen könnten.

Über 400 ehemalige Apple-Mitarbeitende arbeiten inzwischen für OpenAI, wie "Reuters" schreibt. Zwei von ihnen heissen Chang Liu und Tang Yew Tan, letzterer leitet mittlerweile die Hardware-Sparte von OpenAI. Laut Bericht wirft Apple Liu vor, einen Firmenlaptop nicht zurückgegeben und damit Dateien zu Hardware-Projekten heruntergeladen zu haben. Tan wiedrum soll sich vor seinem Weggang firmeninterne Informationen per E-Mail an seine private Adresse geschickt haben. 

Grundsätzlich sei es in Kalifornien nicht verboten, dass ein Unternehmen hunderte Mitarbeitende einer anderen Firma abwerbe, sagt Mark Lemley, Professor an der Stanford Law School, gemäss "Reuters", und fügt hinzu: Sollten sich Apples Vorwürfe jedoch bestätigen, wonach die beiden Mitarbeitenden vertrauliche Dokumente mitgenommen hätten und OpenAI diese Informationen genutzt habe, - "dann hat OpenAI ein Problem". 

Der ChatGPT-Entwickler weist die Vorwürfe indes zurück. "Wir haben kein Interesse an den Firmengeheimnissen anderer Unternehmen", zitiert "Reuters" eine Mitteilung von OpenAI.

 

Übrigens: OpenAI konnte im Mai 2026 einen gerichtlichen Sieg gegen Elon Musk erringen - jedoch weil dieser seine Klage zu spät eingereicht hatte. Lesen Sie hier mehr dazu.

Webcode
6EkVb2Dq