Apple und Google wollen Kodak-Patente zum Spottpreis
Auf 2,6 Milliarden US-Dollar schätzt Kodak den Wert seiner 1100 Patente. Apple und Google bieten dafür nicht mal einen Zehntel.
Der schlechte Geschäftsgang hat die Bargeldreserven des Foto-Pioniers Kodak vernichtet. Bereits läuft eine Konzernsanierung nach US-Insolvenzrecht. Nun soll der Verkauf von rund 1100 Patenten Erleichterung bringen. Dieser harzt jedoch: Auf 2,6 Milliarden US-Dollar schätzt Kodak den Wert seines geistigen Eigentums. Doch Apple und Google bieten dafür nicht mal einen Zehntel.
Laut einem Artikel des Wall Street Journals liegen die ersten Gebote der beiden Konkurrenten bei 150 bis 250 Millionen Dollar. Apple biete gemeinsam mit Microsoft, schreibt die Zeitung, und Google habe sich mit Samsung, HTC und LG Electronics zusammengetan. Offenbar rechne aber keines der Unternehmen damit, mehr als 600 Millionen Dollar für die Patente ausgeben zu müssen, berichtet das Wall Street Journal.
Kodak hatte die analoge Fotografie einst dominiert. Mit dem Wechsel zur Digitalfotografie kam der Konzern jedoch nie klar. Das Unternehmen beschäftigte laut Angaben zum Geschäftsjahr 2010 zuletzt 18800 Mitarbeiter - vier Jahre zuvor waren es noch 40900.
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