Apple und Samsung müssen miteinander reden
Eine US-Richterin zwingt Apple und Samsung zu Einigungsgesprächen. In 90 Tagen sollen die Konzerne einen Vergleich für die Patentverletzungen erarbeiten, die sie sich gegenseitig vorwerfen.
Im Patentstreit Apple gegen Samsung forderte Bundesrichterin Lucy Koh aus San Francisco die beiden Technologiekonzerne auf, Gespräche zu führen. Die Unternehmen haben zugestimmt, dass sich ihre CEOs persönlich an einen runden Tisch setzen. Wie Reuters berichtete, gab das Gericht ihnen dafür 90 Tage Zeit.
Patentklagen bezüglich Design und Technik
Im Fall Apple gegen Samsung geht es laut Reuters um mehr als zwanzig Klagen in zehn Ländern. Zuletzt hatte Apple dien Verkaufsstart von Samsungs Galaxy Tab in Deutschland erfolgreich um mehrere Monate verzögert.
Die beiden Unternehmen bekriegen sich seit 2011. Apple wirft Samsung vor, das Design der Galaxy-Smartphones und Tablets dem iPhone und iPad abgekupfert zu haben. Der südkoreanische Elektronikkonzern überzog Apple wiederum mit Klagen wegen Verletzungen diverser technischer Patente.
Einigungsgespräche nicht immer erfolgreich
Auch Google und Oracle wurden von einem Richter dazu gezwungen, Einigungsgespräche zu führen. Diese Bemühungen erwiesen sich nicht als erfolgreich, der Prozess startete am Montag. Da Samsung Apples grösster Zulieferer ist, könnte der Schlichtungsversuch eventuell erfolgreicher verlaufen. Sollten die Einigungsgespräche scheitern, dürfte es im Sommer zu einem interessanten Prozess kommen.
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