Auch das Hirn kann gehackt werden
Ein Forscher hat eine Methode entwickelt, mit der durch das Auslesen von Hirnströmen vierstellige PIN-Codes ermittelt werden konnten.
Vorsicht, wenn Verbrecher in Zukunft versuchen, Sie an Elektroden anzuschliessen, um beispielsweise den PIN-Code Ihrer Bankkarte herauszufinden. Sie könnten erfolgreich sein. Ivan Martinovic von der University of Oxford hat anlässlich der Usenix Security 2012 anfang August über Gedankensteuerungs-Interfaces (Brain Computer Interfaces) gesprochen.
Vom Gedankenlesen noch weit entfernt
Konkret geht es darum, gedankliche Informationen von Menschen mittels Bildern und Elektroden auf dem Kopf des Probanden erkannt werden können. Bei bekannten Bildern verrate sich das Gehirn durch spezifische Signale. Das evozierte Potenzial könne dann über die Elektroden abgelesen werden, wie Pressetext in einem Bericht schreibt. Von Gedankenlesen sei das Verfahren aber noch weit entfernt, heisst es weiter. So konnte ein viertselliger PIN-Code in 20 Prozent der Fälle im ersten Versuch erraten werden.
Martinovic hat die Ergebnisse seiner Studien zusammen mit Forschern der Universität Genf und der UC Berkeley erarbeitet. Die Wissenschaftler wollen mit ihrer Arbeit auf die Gefährlichkeit von Gedankensteuerungs-Interfaces hinweisen, die unter anderem bei Videogames zum Einsatz kommen.
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