Auch die UBS setzt auf das Bezahlweb

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UBS-Kunden mit weniger als 10000 Franken auf dem Konto werden in Zukunft für Zahlungen im Inland via Internet zur Kasse gebeten: Ab dem 1. Januar 2003 berechnet die Grossbank diesen Kontoinhabern pro erfasste Zahlung eine Gebühr von 0.30 Franken. Offline kostet eine solche Transaktion 50 Rappen. Die UBS ist das erste der grossen Finanzinstitute, welche auf Zahlungen beim privaten E-Banking eine Abgabe erhebt. Bei den Konkurrenten Credit-Suisse und ZKB werden Inlandszahlungen noch immer kostenlos ausgeführt. Wie lange das noch so bleibt, steht jedoch in den Sternen: Auf Anfrage des Netztickers bestätigte CS-Mediensprecher Matthias Friedli zwar, dass auf den 1. Januar vorerst alles beim Alten bleibe, eine Erhöhung auf einen späteren Zeitpunkt wollte er aber ausdrücklich nicht ausschliessen. Gemäss UBS-Mediensprecher Serge Steiner nützten 315000 von insgesamt 1,4 Millionen UBS-Kunden das E-Bankingangebot ihrer Bank regelmässig. Bei der ZKB sind es 100000 Internetbanking-Kunden. Laut einer Mitteilung der ZKB vom 8. August werden mittlerweile über 50 Prozent aller Zahlungen online abgewickelt. So dürfte mittels Gebühren eine stattliche Summe zusammen kommen. Dass gerade die UBS, welche zur Zeit finanziell bestens da steht, diesen Schritt zuerst geht, lässt die Vermutung aufkommen, die Grossbank sei an Konti von geringerem Wert nicht interessiert. Davon will Serge Steiner aber nichts wissen. Natürlich sind Gebühren bei ehemals kostenlosen Angeboten nie populär, gibt er zu. Die neuen Gebühren müssten aber im Gesamtzusammenhang aller Preisaufschläge ab Januar gesehen werden. Die UBS investiert jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag in die Infrastruktur, gibt Steiner zu bedenken und verweist unter anderem auf die kürzlich erfolgte Ablösung der Streichliste durch Smartcards.