Auch Schweizer Tauschbörsennutzer geraten ins Visier der Musik-Industrie

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Wie der Internationale Verband der Musikindustrie IFPI gestern bekannt gab, werde nun auch in Europa der Kampf gegen Tauschbörsennutzer intensiviert. Bisher hatten die einzelnen Landesstellen der IFPI vor der Nutzung der aus ihrer Sicht illegalen Tauschbörsen lediglich gewarnt und auf Aufklärung gesetzt. Tauschbörsen entzögen allen im Music-Business tätigen Personen die Lebensgrundlage, so die IFPI, weshalb der Verband nun ohne Vorwarnung gerichtlich gegen Tauschbörsennutzer vorgehen werde. Dies gelte auch für die Schweiz, so IFPI-Präsident Peter Vosseler gegenüber der SDA. Bisher seien jedoch noch keine Strafanzeigen erfolgt. Anders in Deutschland, Dänemark, Italien und Kanada, wo insgesamt 247 Strafanzeigen gegen Tauschbörsennutzer erfolgt sind. Tatsächlich ist jedoch auch der Schweiz unklar, ob das Herunterladen von Musik aus Tauschbörsen, wie von den Musikverbänden behauptet, illegal ist. Anders sieht es beim Anbieten aus. Strittig ist nach wie vor, ob die Tauschbörsen der Musikindustrie überhaupt Schaden zufügen: Eine aktuelle Gemeinschaftsstudie von Forschern der Harvard Business School und der University of North Carolina legt nahe, dass der Download von Songs aus Tauschbörsen statistisch kaum eine Auswirkung auf die Zahl von verkauften CDs hat.