Bakom-Chef kritisiert Offensive gegen Billag
Der Direktor des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom), Martin Dumermuth, hält nicht viel von der Idee, die Billag abzuschaffen. Dies erklärte er in einem Interview mit der Sonntagszeitung. Er reagiert damit auf einen entsprechenden Vorstoss des Preisüberwachers Stefan Meierhans. Dieser habe „ohne Vorwarnung die mediale Windmaschine eingeschaltet, um möglichst viel Staub aufzuwirbeln.“ Zwar sieht auch Dumermuth die Notwendigkeit von Reformen, dennoch geht es ihm in erster Linie darum, wer überhaupt zahlen muss und nicht darum, wer eintreibt. In Zukunft seien nämlich auch Telefon, Computer oder MP3-Player in der Lage, Radio und TV zu empfangen. Deshalb sei das bisherige Konzept der geräteabhängigen Gebühren bald nicht mehr anwendbar.
Das BAKOM prüfe schon seit einiger Zeit Alternativen und habe der Fernmeldekommission des Nationalrats vor zwei Wochen erstmals darüber berichten wollen. Mit dem Preisüberwacher sei er in engem Kontakt gestanden, weshalb ihn dessen Offensive gegen die Billag einen Tag vor der Kommissionssitzung überrascht habe.
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