Bedroht das Word-Patent-Urteil auch Open Office?
Letzte Woche verurteilte ein texanisches Gericht Microsoft wegen Patentverletzung zu einer Strafe von 290 Millionen Dollar. Dabei ging es um ein Patent der Firma i4i in Bezug auf das Öffnen und Speichern von XML-Formaten. Dieses Urteil könnte nun auch Folgen für Open Office haben wie der Gartner-Analyst Brian Prentice auf seinem Blog schreibt.
Gemäss seiner Einschätzung handelt es sich nämlich nicht um eines der unzähligen Schrottpatente im IT-Bereich, die in den USA zuhauf existieren. Vielmehr handele es sich um eine innovative Idee, zumindest vor 15 Jahren als das Patent angemeldet wurde. Ausserdem beschreibe das Patent eine Technik, die auch das von Open Office verwendete ODF-Format betreffe.
Dennoch ist die Angelegenheit alles andere als klar, zumal i4i CEO Louden Owen laut eigener Aussage sein Geld nicht als Patenttroll verdienen will. Gegenüber Cnet News.com äusserte er, dass er nur wolle, dass Microsoft aufhört, ohne Entschädigung die Technologie seiner Firma zu verwenden. Microsoft wird das Urteil indes wohl anfechten, auch wenn mittlerweile bekannt wurde, dass das Unternehmen von dem Patent gewusst hatte und es einfach ignorierte.
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