BenQ Mobile hat Insolvenzantrag gestellt

Uhr | Aktualisiert
BenQ Mobile, die ehemalige Handysparte von Siemens, gibt auf. Nachdem sich gestern die Spekulationen um die Zukunft des Unternehmens gehäuft haben, hat BenQ Mobile nun offiziell einen Insolvenzantrag gestellt. Dies hat eine Sprecherin des Münchner Amtsgerichts heute Freitagmorgen bestätigt. Damit steht die Tochter des taiwanesischen BenQ-Konzerns vor dem Aus.
BenQ hatte das hochdefizitäre Unternehmen im Juni 2005 übernommen und von Siemens damals noch ein "Handgeld" von zwischen 350 und 500 Millionen Euro erhalten.
Betroffen von der Schliessung sind in der Zentrale in München rund 1400 BenQ-Mitarbeiter, an den Produktionsstandorten in Bocholt und Kamp-Lintfort insgesamt 1600 weitere Mitarbeiter.
BenQ wolle das Geschäft mit Handys der Marke BenQ-Siemens aus Asien heraus fortführen und nur noch die dortigen Werke nutzen. Eine Besserung auf dem deutschen respektive europäischen Produktionsmarkt sei nicht in Sicht, teilt BenQ in einer Medienmitteilung mit.