Big Brother Awards: Swisscom und Sunrise nominiert
Am 26. Oktober werden in der Roten Fabrik in Zürich zum ersten Mal vier Big Brother Awards für die grössten Schnüffelraten der Schweiz verliehen. Organisiert wird die Verleihung von der Swiss Internet User Group (SIUG), dem Zürcher Kulturzentrum Rote Fabrik und der Stiftung Archiv Schnüffelstaat Schweiz (ASS). Über 40 eingereichte Vorschläge in den Kategorien Staat, Business, Telekommunikation und Lebenswerk wurden von den Organisatoren auf ihre Stichhaltigkeit geprüft und einer zehnköpfigen Jury vorgelegt. Aus der IT- und Telekommunikationsbranche wurden Microsoft, Swisscom, Sunrise und Starseed Enterprises (Hersteller von Personal James). Nominiert wurde auch TV3, weil es mit der Sendung Big Brother die totale Überwachung verharmlose. Bei der Begründung der Nominierungen ist allerdings nicht immer eine Absicht der betroffenen Unternehmen ersichtlich. So wurde Sunrise wegen des Datenlecks bei den Freesurf-Adressen im vergangenen Sommer vorgeschlagen. An dem Anlass wird auch eine Person, die sich besonders für den Datenschutz eingesetzt hat, mit dem Winkelried-Preis ausgezeichnet. Die Awards werden zeitgleich mit Veranstaltungen in Deutschland und Österreich organisiert. Auf internationaler Ebene hat die Menschenrechtsorganisation Privacy International erstmals 1998 in London die Verleihung der Big Brother Awards organisiert. 1999 wurden sie auch in den USA und in Österreich durchgeführt.
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