Bundesrat Blocher ist Sieger der diesjährigen Big Brother Awards
Am Freitagabend wurden in St. Gallen zum achten Mal die Schweizer Big Brother Awards verliehen. Die fragwürdige Ehrung rügt Datenschutzverletzungen und wurde dieses Jahr an Bundesrat Christoph Blocher, die Krankenkasse Helsana sowie die SBB und das BAV vergeben.
Blocher wurde erster in der Kategorie Staat für die geplante Verschärfung des Bundesgesetzes über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit. Es erlaube massive Grundrechtseingriffe wie die Abhörung von Telefongesprächen und heimliche Computer- und Wohnungsdurchsuchungen ohne Verdacht auf eine Straftat, so die Jury. Blocher wurde zudem für sein Lebenswerk „ausgezeichnet“.
Die Krankenkasse Helsana ist Sieger der Kategorie Business – sie wurde für ihr System zur Wirtschaftlichkeitskontrolle von Leistungen in Pflegeheimen angeprangert, das Controllern auch ohne Einwilligung der Betroffenen Einblick in sensible Patientendossiers gibt.
In der Kategorie Arbeitsplatz liegen die SBB und das Bundesamt für Verkehr (BAV) wegen ihrer Drogen- und Alkoholtests bei den Angestellten des öffentlichen Verkehrs auf dem ersten Platz.
Den Publikumspreis für lobenswerten Widerstand gegen Überwachung und Kontrolle erhielt der Blogger Thomas Brühwiler alias BloggingTom. In seinem Blog machte er im August auf einen Online-Pranger für säumige Zahler bei Studentbooks.ch und anderen Webshops aufmerksam.
Die Big Brother Awards sind eine international vernetzte Aktion. Die erste Preisverleihung wurde 1998 in Grossbritannien von Privacy International organisiert. Die Verleihung der Schweizer Big Brother Awards 2007 wurde organisiert vom Verein Grundrechte.ch und von der Swiss Internet User Group SIUG.
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