CA kauft weiter ein - und wird es auch in Zukunft tun

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Computer Associates ist weiter auf Shopping-Tour: Das Unternehmen gab gestern bekannt, es werde Niku, ein US-Anbieter von Information-Technology- und Governance-Lösungen (IT-MG), für 350 Millionen US-Dollars kaufen. Niku verzeichnete im letzten Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 45 Prozent. Die Niku-Lösungen sollen in die CA-Technologien aus dem mit 1,5 Milliarden Dollar umsatzstarken Unicenter-Geschäft integriert werden. Mit Niku kauft sich CA nicht nur deren Flaggschiff-Produkt Clarity ein, sondern auch Grosskunden wie Avon und Unilever. Niku beschäftigt 290 Mitarbeiter in weltweit 20 Niederlassungen.
CAs Wachstumsstrategie fokussierte sich jahrelang auf den Zukauf von Firmen. In den letzten vier Jahren jedoch war das Unternehmen gezwungen, sich auf die firmeninternen Vorgänge zu konzentrieren: Der ehemalige CEO Sanjay Kumar und weitere ehemalige Manager wurden des Betrugs bezichtigt. In der Zwischenzeit hat CA jedoch rund die Hälfte ihrer 20 Top-Manager ersetzt und mit dem EX-IBM-Mann John Swainson einen neuen CEO gefunden. Unter Swainson fand CA im letzten Jahr schliesslich wieder zu seiner aggressiven Aufkaufstrategie zurück: Das Unternehmen kaufte im August 2004 PestPatrol, im November 2004 Netegrity und schloss diese Woche die Akquisition des Network-Management-Software-Entwicklers Concord Communications ab.
Laut Analysten bleibt CA nichts anderes übrig als durch Einkäufe zu wachsen: Da das Unternehmen selbst nur wenige neue Produkte vorzeigen kann, sei es gezwungen, noch mehr Akquisitionen zu tätigen. Ansonsten riskiere CA, Marktanteile an IBM und HP sowie an spezialisierte Firmen wie den Management-Software-Hersteller BMC Software zu verlieren.