Cablecom klagt gegen Swisscom wegen Zugang zur Letzten Meile
Nun ist auch Cablecom bei der Eidgenössischen Kommunikationskommission (Comcom) vorstellig geworden betreffend dem Zugang zur Letzten Meile, wie die SDA berichtet. Zwar habe Cablecom mit Swisscom entsprechende Vereinbarungen getroffen, man habe sich jedoch nicht völlig einigen können. Es gebe Punkte, bei denen die Meinungen auseinandergingen, sagte Cablecom-Sprecher Hans-Peter Nehmer gegenüber der SDA. Näheres zu den Differenzen wurde nicht bekanntgegeben. Gemäss Comcom-Sekräter Peter Bär habe die Klage die Comcom noch nicht erreicht. Auch bei Swisscom ist die Klage gemäss Sprecher Christian Neuhaus noch nicht eingetroffen.
Cablecom gab Mitte Juli bekannt, innerhalb der nächsten vier Jahre einen zweistelligen Millionenbetrag in die Entbündelung der Letzten Meile investieren zu wollen – dies in erster Linie im Geschäftskundensegment und dort wiederum bei den KMUs. Cablecom will daher den Zugang zu 220 Swisscom-Telefonzentralen bekommen, wie Cablecom-Chef Rudolf Fischer kürzlich gegenüber der SDA sagte. Cablecom werde den KMUs wohl frühestens im Herbst eigene entbündelte Angebote über die Swisscom-Leitungen anbieten können, so Fischer weiter.
Seit April habe Swisscom betreffend Zugang zur Letzten Meile mit 8 Vertragspartnern 16 Vereinbarungen getroffen, wie es beim Bakom-Mediengespräch am 11. Juli hiess. Seit Inkrafttreten des neuen Fernmeldegesetztes am 1. April hatten die Konkurrenten drei Monate Zeit, um mit Swisscom über die Nutzungsbedingungen des Swisscom-Kupfernetzes zu verhandeln. Damals kündigte Sunrise an, beim Bakom wegen dem von Swisscom im März festgelegten Preis von monatlich 31 Franken pro Anschluss vorstellig zu werden. Annalise Eggimann, Leiterin Recht der Telecomdienste beim Bakom, sagte beim Mediengespräch, es kämen wohl noch mehr Gesuche von alternativen Anbietern, die sich nicht mit Swisscom werden einigen können.
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