Chips, die unter die Haut gehen
Die amerikanische Federal Food and Drug Administration (FDA) gibt den Weg frei für die Implantation von Chips unter die Haut, die zur Identifizierung von Menschen dienen sollen. Die FDA liess verlauten, sie wolle den Gebrauch dieser Identifikationsinstrumente nicht blockieren, solange sie nicht mit medizinischen Daten versehen zur Anwendung gelangen. Dies schreibt die Newsplattform The Register. Die Nachricht wird Hersteller wie Applied Digital Solutions freuen, deren Produkt VeriChip ein reiskorngrosses Implantat ist, dem über Funkwellen persönliche Informationen des Trägers unter die Haut eingescannt werden können.
Als Einstieg in den Markt wird das Produkt als Sicherheits- (Identifikations-) und Notfallanwendung (Blutgruppe u.a.) gepriesen. In Südamerika soll der Chip zusammen mit einem GPS-System an potentielle Entführungsopfer verkauft werden, die dadurch im Falle eines Kidnappings besser lokalisiert werden könnten. Gemäss dem Bericht plant ADS, den Chip für rund 200 US-Dollar zu verkaufen. Serviceleistungen wie das Pflegen der Datenbank würden jährlich rund 40 Dollar kosten. Die Kosten für eine Scan- und Leseausrüstung werden auf 1,000 bis 3,000 US-Dollar geschätzt.
Trotz der Bedingung, die die FDA stellt, wird der Chip wahrscheinlich in erster Linie im medizinischen Bereich zur Anwendung kommen. Ein Konzept sieht vor, dass bei Bewusstlosigkeit über die eingescannte Referenznummer (ID) medizinische Daten auf der Datenbank eines Spitals gefunden und abgerufen werden können. Ursprünglich wollte Applied Digital Solutions die Informationen direkt auf dem Chip abspeichern, aber hier hat die FDA eben einen Strich gezogen. Das Veto wird damit begründet, dass unter der Haut abgespeicherte medizinische Daten veraltet sein könnte. Über weitere kritische Punkte, etwa über die Frage, wie fälschungssicher die Anwendung ist, weiss man noch wenig. Darüber, wie lange es dauern wird, bis eine Mehrzahl von uns Erdenbewohnern mit einer implantierten Hundemarke herumlaufen wird, kann ebenfalls nur spekuliert werden.
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