Concordia will 95 Millionen für IT-Projekt ausgeben - zu viel meint Experte

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von cwe@netzwoche.ch
Nach zwei erfolglosen Versuchen, die bereits Millionen-Summen verschlungen haben, unternimmt die Krankenversicherung Concordia nun einen neuen Anlauf, um ihr Jahrzehnte altes Verwaltungssystem abzulösen. Wie die Zeitung „Sonntag“ in der Ausgabe vom 10. Mai schreibt, soll der Concordia-Verwaltungsrat diese Woche über den nächsten Anlauf zur Erneuerung des IT-Systems entscheiden. Das Management habe errechnet, dass es für ihr Vorhaben ein Budget von 95 Millionen Franken braucht. Dieses Budget wird von Branchenkennern als hoch eingestuft. Die Zeitung zitiert dazu Urs Zurfluh, CEO der Beratungsfirma Ad Vantis mit den Worten: „100 Millionen sind ganz klar zu viel, 30 bis 40 Millionen sind vertretbar.“ Ausserdem würden solche Grossprojekte die Budgets oftmals überschreiten, wie Erfahrungen zeigten. „Sonntag“ weist ebenfalls darauf hin, dass Concordia mit den höchsten Prämienerhöhungen aller grossen Krankenkassen aufwartete. Concordia hatte ihre Prämien letztes Jahr um über 5 Prozent erhöht. Der Branchenschnitt habe bei 3 Prozent gelegen.