Consors: Verlust von 2,64 Euro pro Aktie

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Der Discountbroker Consors meldet für das Geschäftsjahr 2001 einen Fehlbetrag von 125,5 Millionen Euro. Grund dafür sei das schwache Kapitalmarktumfeld und stark rückläufige Transaktionszahlen. Der Verlust entspricht 2,64 Euro pro Aktie. Im Jahr davor hatte Consors noch einen Überschuss von 17 Millionen Euro oder 0,38 Euro je Aktie ausgewiesen. Die operativen Erträge sind von 333,7 Millionen Euro (Jahr 2000) auf 179,6 Millionen Euro geschrumpft. Dass es nicht noch schlimmer gekommen ist, dafür sei das bereits laufende Kostensenkungsprogramm Fit for Future verantwortlich. Bei Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 38,3 (23,4) Millionen Euro beläuft sich der operative Verlust nach Steuern und Anteilen Dritter auf 62,8 Millionen Euro. Im Vorjahr wurde noch ein Gewinn von 26,5 Millionen Euro ausgewiesen. Im weiteren wird informiert, dass angesichts der unsicheren konjunkturellen Aussichten und des schwierigen Marktumfelds ausserplanmässige Abschreibungen auf Beteiligungen und Firmenwerte in Höhe von 79,5 Millionen Euro vorgenommen worden sind. Der Online-Broker steht zum Verkauf, weil die Muttergesellschaft, die SchmidtBank, Ende 2001 in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten geraten ist und zurzeit nur durch die Hilfe eines Bankenkonsortium am Leben gehalten wird. Die Consors-Gruppe selbst verzeichnete im Berichtsjahr einen Zuwachs von netto rund 40000 Neukunden auf insgesamt 565700 Kunden. Die Zahl der Trades fiel von 12,3 auf 7,4 Millionen, was statistisch einer Transaktion (1,1) pro Kunde und Monat entspricht. Das Depot- und Einlagevolumen der Kunden hat sich durch die Kursrückgänge auf von 9,1 auf 7,2 Milliarden Euro verringert. Die Krise lässt sich auch an der sinkenden Zahl der Mitarbeiter ablesen: Sie lag am 1. Januar 2002 bei 1312, nach 1593 vor Jahresfrist. Consors wird seinen Jahresabschluss am 27. März in Frankfurt der Öffentlichkeit vorstellen und erläutern.