Coop-Remote-Shop: ein Opfer des eigenen Erfolgs

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Am 23. August hatte der Grossverteiler Coop den Startschuss für seinen seinen Remote-Shop mit 3500 Artikeln gegeben. Ab dem folgenden Tag sollten Kunden die über das Internet, per Telefon oder per Fax bestellen, innert sechs Stunden die gewünschte Ware erhalten. Nun ist Coop ein Opfer zu geringer Erwartungen geworden: Der Bestellungseingang, so der Wortlaut einer Pressemitteilung des Grossverteilers habe die Erwartungen übertroffen und deshalb zu Engpässen geführt. Derzeit, so die Meldung weiter, können rund 50 bis 100 Bestellungen pro Tag nicht zum gewünschten Zeitpunkt und zum Teil leider gar nicht ausgeführt werden. Coop unternehme alles, um die Kapazitäten auszubauen. Kunden wurden am Donnerstag auf ihre Bestellung hin telefonisch auf die Überlastung aufmerksam gemacht und auf Ende nächster Woche vertröstet. In einzelnen Fällen sollen Aufträge sogar gelöscht worden sein. Diese Kunden wurden dazu aufgefordert, ihre Bestellungen neu einzugeben. Andere Quellen wollen heute gar von Coop über den Zusammenbruch der Infrastruktur orientiert worden sein. Alle Bestellisten seien gelöscht worden, inklusive Backup. Felix Wehrle, Leiter Kommunikation bei Coop, weiss nichts von einem IT-Zusammenbruch: Die Menge der Bestellungen hat uns überrascht, erklärt er. Das Unternehmen habe mit 50 bis 70 Bestellungen pro Tag gerechnet. Nun sind es mindestens doppelt so viele. Wir haben zu lange noch gehofft, mit Zusatzschichten dem Ansturm Herr zu werden. Das war ein Fehler, gibt Wehrle weiter zu. Für die Logistik setzt Coop auf seine hauseigenen Dienste: Sieben mit GPS und Kühlsystemen ausgestattete Fahrzeuge stehen für drei wählbare Lieferzeiten zur Verfügung. Coop hatte schon kurz nach dem Start die ersten Nachtschichten für die Abarbeitung der Bestelleingänge bekanntgegeben. Nebenbei lässt das Unternehmen in oben erwähnter Pressemitteilung noch wissen, dass der durchschnittliche Einkaufsbetrag pro Bestellung bisher bei rund 150 Franken liege. Gemäss Felix Wehrle beträgt der Anteil der Internetbestellungen 80 Prozent des gesamten Eingangs im Remote-Shop.