„Das neue Beschaffungsgesetz baut Eintrittshürden für ICT-KMUs ab“
Markus Ackermann ist vom Vorentwurf für das neue Bundesgesetz für öffentliche Beschaffungswesen (BöB) begeistert. Das gab der Geschäftsführer der KMU-Beschaffungslobby Swiss ICT Pool der Netzwoche zu Protokoll. Weniger zufrieden ist Ackermann mit der Vernehmlassungseingabe des Swico. Der Verband bemängelt verschiedene Punkt am neuen Gesetz, insbesondere die unterlassene klare Ablehnung allgemeiner Geschäftsbedingungen als Eignungskriterien für einen Zuschlag. Dies sei vor allem für Unternehmen inakzeptabel, die verpflichtet sind, nach den Richtlinien der amerikanischen Börsenaufsicht (GAAP) abzurechnen, argumentiert der Swico. „Die Beschaffungsstelle soll im Einzelfall in pflichtgemässem Ermessen festlegen, welche Kriterien für sie wichtig und richtig sind“, hält dem Ackermann entgegen. Schliesslich hüte sie das Geld der Steuerzahler. Den aufwändigen Meinungsaustausch von Anwälten grösserer ausländischer Unternehmen mit den Bundesstellen kritisiert Ackermann: „Funktionäre generieren Gemeinkosten, die auf staatlicher Seite für die Beschaffung von ICT-Leistungen fehlen und auf privater Seite die Kosten und damit die Preise erhöhen, ohne dass dem eine Wertschöpfung entspräche.“ Die Argumente dieser Anwälte sollten bei einer allfälligen richterlichen Überprüfung vorgebracht werden.
Auch mit dem Vorschlag des Swico zur Regelung zum Ausschluss eines Unternehmens wegen Vobefasstheit kann Ackermann sich nicht anfreunden. Eine Neuregelung der Vorbefassung dränge sich zwar auf, weil sonst eine vorgängige Beratung eine spätere Leistung ausschliessen würde, so der Swiss-ICT-Pool-Geschäftsführer. Die Regelung im Vorentwurf und die im erläuternden Bericht vorgesehene Beweislastverteilung hält er für sachgemäss, weil sie der Beschaffungsstelle einen Anreiz gebe, Eintrittsbarrieren für die ICT-KMUs zu beseitigen. „Der Vorschlag des Swico würde hingegen eher die grossen Anbieter bevorzugen.“
Das ganze Interview mit Markus Ackermann lesen Sie in der neuen Netzwoche Nr. 4.
Mit einem Budget von 20 Millionen Franken
Innosuisse und Armasuisse starten Projektwettbewerb im Bereich Dual-Use-Technologie
Uhr
Advertorial von Vertiv EMEA Headquarters
Die KI-Revolution kühlen | Wie innovative Lösungen die Herausforderungen der RZs von morgen lösen
Uhr
Beitrag von Noser Engineering AG
Agentic AI: Gesteuerte Autonomie als Erfolgsfaktor
Uhr
HackEvent von Swiss Post Cybersecurity
Bob Lord: «Secure by Design» – wir müssen bei den Entwicklern ansetzen
Uhr
Dossier in Kooperation mit NorthC
Das Gebot der Stunde: digitale Souveränität
Uhr
Fachbeitrag von Die Ergonomen Usability
Vom Interface zum Dialog – so definiert KI die User Experience neu
Uhr
Studie zu KI-Talenten
Schweiz profitiert im globalen Wettlauf um KI-Köpfe
Uhr
"Double Phishing"
Kriminelle kontern Sicherheitsmassnahmen mit zweistufigem Betrug
Uhr
Dossier in Kooperation mit Inseya
Das digitale Wettrüsten
Uhr
Embedded Systems
Wie 400 Studierende an der ETH mit KI und Hardware lernen
Uhr