Defekte Glasfaserkabel im Mittelmeer beschränken Internetverkehr mit Indien
Vor Alexandria haben gestern Mittwoch offenbar ankernde Schiffe zwei Glasfaserkabel beschädigt. Nach Angaben lokaler Medien konnten die Schiffe bei starken Sturm nicht in den Hafen einlaufen und mussten ausserhalb ankern. In der Folge war der Internetverkehr in den durch die Kabel versorgten Länder, vor allem im Nahen Osten, Indien und Sri Lanka, stark eingeschränkt.
Gemäss Agenturmeldungen soll die Störung Bandbreiteneinbussen von bis zu 70 Prozent und teilweise gar einen Komplettausfall verursacht haben. Betrieben wird das Netz vom Telekommunikationsunternehmen Flag Telecom Group und dem Konsortium Sea-Me-We 4.
AFP meldet heute, die Reparaturarbeiten würden etwa 15 Tage dauern, dann könne der normale Betrieb wieder aufgenommen werden. In Indien sind gemäss Rajesh Chharia, Präsident eines indischen ISP-Verbands, indische Technologie- und Software-Unternehmen oder Call Center, die Online Services vor allem an der US-Ostküste und in Grossbritannien bereitstellen, am schlimmsten betroffen. Viele davon rerouten nun durch den Pazifik. Da damit allerdings deutliche Bandbreiteneinbussen verbunden sind, leiden Sprach- und Datenservices erheblich.
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