Desktop Search Tools: Risiken für Unternehmen?

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Desktop-Such-Tools stellen ein Sicherheitsrisiko für Unternehmen dar. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die das Berliner Unternehmen Berlecon Research gestern Dienstag veröffentlichte. Seit Googles Start im Oktober haben diverse Anbieter nachgezogen und heute können bereits verschiedene solcher Tools kostenlos heruntergeladen werden. Laut Studie besteht deshalb für Unternehmen die Gefahr, dass die Arbeitnehmer diese Tools selbständig auf ihrem lokalen PC installieren und auch anwenden. Riskant ist das vor allem, weil Suchprogramme die komplexen Zugriffs- und Sicherheitsregeln in Unternehmen teilweise nicht ausreichend berücksichtigen. Zudem besteht die Gefahr, dass bei falschen Einstellungen auch sensible Daten indiziert werden, wie zum Beispiel Websites, die verschlüsselt übertragen wurden. Die Aufklärung von Mitarbeitern oder das Erlassen von klaren Richtlinien sei deshalb für die Unternehmen unerlässlich, sagt Joachim Quantz, Senior Analyst bei Berlecon. Mittelfristig schlägt er deshalb eine einheitliche Lösung auf Abteilungs- oder Unternehmensebene vor.
Die Studie zählt zudem die momentan am weitest verbreiteten Desktop-Search-Lösungen für Privatanwender und Unternehmen auf. Mit AOL/Copernic, Google und Yahoo/X1 existieren laut Studie bereits drei sehr gut positionierte Anbieter von Tools, die Desktop- und Internet-Suche zusammenführen. Allerdings würden sich diese Angebote in erster Linie an Privatanwender richten. Unter den Anbietern, die bereits seit mehreren Jahren Desktop Search Tools für Unternehmen anbieten seien dtSearch, Enfish und ISYS sowie die etwas jüngeren Unternehmen Osirys und X1 sehr gut etabliert.