Details zum "Microhoo"-Deal werden bekannt
Microsoft wird 400 Mitarbeiter von Yahoo übernehmen, ausserdem zahlt das Unternehmen über die nächsten drei Jahre 150 Millionen Dollar an Yahoo. Diese und weitere Details der Partnerschaft zwischen Microsoft und Yahoo gehen aus einem bei der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereichten Dokument hervor.
Die Partnerschaft ist zunächst auf zehn Jahre angelegt und soll es den beiden Unternehmen erlauben, im Suchmaschinen- und Online-Werbemarkt zu Google aufzuschliessen. Während dieser Zeit soll Bing die alleinige Suchmaschine für Yahoo-Seiten sein. Bing wird gleichzeitig eine Lizenz für Yahoos Suchmaschinentechnik erhalten. Im Gegenzug übernimmt Yahoo den exklusiven Vertrieb für alle Online-Suchanzeigen für Premium-Kunden der beiden Unternehmen. Microsofts Adcenter hingegen soll die übrigen Online-Suchanzeigen verwalten.
Weiterhin heisst es dort, dass Yahoo innerhalb der ersten fünf Jahre der Vertragslaufzeit 88 Prozent der gemeinsamen Werbeeinnahmen erhält. Anschliessend haben beide Seiten die Möglichkeit, die Exklusivvereinbarung für die Vermarktung der Online-Suchanzeigen zu verändern. Für die verbleibenden fünf Jahre der Vertragslaufzeit gehen dann zwischen 83 und 93 Prozent der über Bing-Suchen bei Yahoo erzielten Einnahmen an den Internet-Konzern.
Interessanterweise beinhaltet der Vertrag auch eine Ausstiegsklausel. Diese besagt, dass die Übereinkunft zum Juli 2010 im gegenseitigen Einvernehmen gekündigt werden kann. Dies anscheinend auch wegen der rechtlichen Unwägbarkeiten des Deals, der von den Kartellwächtern noch gutgeheissen werden muss. Ausserdem hat Yahoo das Recht den Vertrag aufzulösen, wenn der kombinierte Umsatz der beiden Unternehmen je Suchabfrage unterhalb eine gewisse Grenze im Verhältnis zu Google fällt. Das Gleiche gilt, sollte der kombinierte Marktanteil unter einen festgelegten Schwellenwert fallen. Wie genau diese Werte aussehen, wurde jedoch nicht bekannt.
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