Deutsche Telekom: Milliardenverluste

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Stolz verkündet die Deutsche Telekom AG in einer Ad-hoc-Mitteilung zum letztjährigen Geschäftsgang die Steigerung des Konzernumsatzes um 18,1 Prozent auf 48,3 Milliarden Euro. Bedeutend weniger rosig sind die Zahlen zum Konzernergebnis. Der Konzernverlust nach Steuern, ohne Sondereinflüsse, beträgt im Geschäftsjahr 2001 minus 4,7 Milliarden Euro (2000 minus 1,5 Milliarden Euro). Werden Sondereinflüsse berücksichtigt, beträgt der Verlust immer noch minus 3,5 Milliarden Euro. Experten rechneten mit Verlusten in einer Grössenordnung von rund 2,5 Milliarden Euro. Als Ursache für den tiefen Rutsch in die Verlustzone werden hohe Abschreibungen auf Firmenwerten genannt, die unter anderem durch den Kauf des US-Mobilfunkbetreibers VoiceStream entstanden sind. Hinzu kämen Zinsaufwendungen für die UMTS-Mobilfunklizenzen und Verluste bei der US-Tochter. Bereits im letzten Jahr konnte das operative Geschäft nur durch Beteiligungsverkäufe einigermassen ausgeglichen gestaltet werden. Dieses Jahr ist diese Strategie nicht aufgegangen, weil der geplante Verkauf des TV-Kabelnetzes an den US-Medienriesen Liberty Media in der Höhe von 5,5 Milliarden Euro vom Bundeskartellamt nicht genehmigt wurde. Die Gesamtschulden der Deutschen Telekom beliefen sich Ende 2001 auf mehr als 60 Milliarden Euro. Der definitive Geschäftsbericht wird am 23. April veröffentlicht.