Deutscher Privatier De Micco übernimmt Fantastic-Mehrheit

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An der gestrigen Generalversammlung von Fantastic hat der deutsche Unternehmer Luigi Carlo De Micco die Aktienmehrheit übernommen. Alle neu ausgegeben Aktien im Rahmen der Kapitalerhöhung von 2,56 Millionen Franken gehen an De Micco, wie Fantastic gestern mitteilte. De Micco bezahlt den grösseren Anteil mit Sacheinlagen wie Immobilien und Beteiligungen. Das sind die Immobilien Tradolio Establishment in Vaduz, Liechtenstein, die datapol GmbH mit Sitz in Ochsenhausen sowie die Rechte und Lizenzen an der Software Ebimos inklusive Source Code und die zur Eintragung angemeldeten Markenrechte. De Micco hatte sich Ende Juli als Interessent für Fantastic gemeldet. Im Vorfeld der GV hatte der Fantastic-Grossaktionär Global Derivative Trading laut sda klar gemacht, dass er De Micco unterstützt. Der in Monaco wohnhafte Privatier hält verschiedene Beteiligungen an Software-, E-Business-, Security- und Telekommunikationsunternehmen. Er war Gründer und Vorstandsvorsitzender von Internolix in Deutschland, die er im Jahre 2000 an die Deutsche Börse führte. Er hat vor, sich für die Vermarktung der bestehenden Fantastic-Produkte zu engagieren. Die zukünftige Finanzierung des Unternehmens will er durch eigene Mittel und die Einbringung institutioneller Investoren unterstützen. "In der Zeit, als die Fantastic angetreten ist, war der Markt einfach nicht so weit, um ihre Produkte nachhaltig zu positionieren", erklärt De Micco seine Pläne. Weil Breitband heute Standard sei, würden immer mehr Leitungen und Systeme für entsprechende Optimierungsanwendungen- und Technologien benötigt.
Nicht zum Zug kommt der bisherige Allein-Verwaltungsrat Pete Hirsch, dessen Mandat per sofort endet. Er hatte seinen Sanierungsplan ebenfalls im Juli vorgestellt. Dieser hätte vorgesehen, mit der Firma Transcodec eine neuartige Triple-Play-Technologie der deutschen Fenkart Informatik weiterzuentwickeln und zu vertreiben.
Gleichzeitig stimmten die Aktionäre an der gestrigen Generalversammlung der Kapitalherabsetzung zu. Als Sanierungsmassnahme soll der Aktienwert von 0,03 auf 0,01 Franken herabgesetzt werden. Anschliessend ist eine ordentliche Kapitalerhöhung geplant.