Die Pharmaindustrie ist Lieblingsziel für Werbemüll

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MessageLabs, ein britischer Anbieter von Managed E-Mail Security Services für Unternehmen, hat über die branchenweite Verbreitung von Spam-Mails und Viren im vergangenen Jahr Bilanz gezogen. Fazit: Die Pharmaindustrie ist Lieblingsziel für Werbemüll. In mehreren Branchen war im Jahresverlauf eine absolute Zunahme um rund 40 Prozent zu verzeichnen: Dies gilt für die Bereiche Freizeit/Erholung, Finanzwesen, Immobilienhandel, Einzelhandel, Transport, Telekommunikation und Dienstleistungen. In diesen Branchen stieg der Spam-Anteil von rund 40 Prozent auf etwa 80 Prozent. In anderen Bereichen war die absolute Zunahme zwar geringer, jedoch der Ausgangswert bereits auf sehr hohem Niveau. Diese Beobachtung gilt insbesondere für den Bereich "Healthcare", wo der Spam-Anteil von bereits 76,5 Prozent im Januar 2004 auf knapp 96 Prozent angestiegen ist. Doch auch Bereiche, die traditionell weniger stark von der Spam-Problematik betroffen waren, haben laut MessageLabs "aufgeholt". So zeigen die Spam-Zahlen für Regierungsbehörden und die öffentliche Verwaltung eine Zunahme von moderaten 20 Prozent zum Jahresbeginn auf 48 Prozent zum Jahresende. Nur bei einem einzigen Sektor, der Landwirtschaft, konnte im Jahresverlauf eine Stabilisierung beobachtet werden. Non-Profit-Organisationen hingegen leiden am meisten unter Viren-Attacken: Laut Message Labs erhalten jene mit jedem 13. Mail einen Virus. Eine Branche konnte sich 2004 in punkto Viren-Attacken besonders glücklich schätzen: Der Bereich Telekommunikation hatte durchschnittlich nur 1 Virus pro 58 Mails abzuwehren.