Drei Schweizer Telcos gehen gegen Dialer-Missbrauch vor

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Orange, sunrise und Swisscom (Fixnet, Mobile, Enterprise Solutions) gehen künftig gemeinsam gegen Missbräuche bei Anbietern von gebührenpflichtigen 090x-Nummern via Telefon oder Internet (Dialer) vor. Die drei Unternehmen haben beschlossen, die Inkassodienstleistung nur noch für Unternehmen zu erbringen, welche die Vereinbarung gegen Missbrauch bei Mehrwertdiensten als vertragliche Grundlage unterzeichnen. Die Vereinbarung wird in die bestehenden Interkonnektionsverträge mit den Diensteanbietern integriert. Wenn künftig trotzdem ein Anbieter von Mehrwertdienstnummern gegen diese Regeln verstösst, erhält er seinen Anteil nicht mehr ausbezahlt. Unterschreibt er diese Vereinbarung nicht, so muss er sein Inkasso selbst vornehmen. Wird ein Missbrauch anhand von gehäuften und begründeten Kundenreklamationen, durch auffällige Verkehrsmuster oder eine Anzeige durch das Bakom aufgedeckt, so werden die Auszahlungen gegenüber dem Dienstanbieter gestoppt. Bei wiederholtem Missbrauch der Mehrwertdienstnummer wird die Inkassoleistung gekündigt. Den Netzbetreibern sei es aber gesetzlich nicht erlaubt, bei Missbrauch die fragwürdige Nummer komplett abzuschalten, schreiben die Telekomanbieter in einer gemeinsamen Medienmitteilung.