E-Democracy: Wenig elektronische Polit-PR

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Obwohl rund achzig Prozent der eidgenössischen ParlamentarierInnen das Internet rege für die Informationssuche oder für den Briefwechsel per E-Mail nutzen, nehmen sie kaum an Chat- oder Diskussionsforen teil und nutzen das Internet auch sonst nicht als politischen Kommunikationskanal. Im persönlichen Wahlkampf ist den Politikern die Zeitung noch vor dem Fernsehen das wichtigste Kommunikationsmedium. Zu diesem Resultat kommt die repräsentative Studie Elektronische politische Kommunikation der Schweizer Parlamentarier, eine Diplomarbeit von Berhard Bircher, von der Universität Freiburg. Das heisst aber nicht, dass die Parlamentarier internetfeindlich sind. Im Gegenteil: Sie verfügen in der Mehrzahl über eine gute Informatik-Infrastruktur. Und die durchschnittliche Surfzeit der Volksvertreter ist mit rund vier Stunden pro Woche rekordverdächtig. Der Durchschnittsschweizer surft nämlich nur zwei Stunden pro Woche, also halb so oft. Dass elektronische Abstimmungen zur Erhöhung der Stimmbeteiligung führen, wie damals die Einführung der brieflichen Stimmabgabe, glaubt trotzdem nur ein Drittel der Tribunen. Ebenfalls ein Drittel der Antwortenden lehnt elektronische Abstimmungsverfahren ab (v.a. SVP-Politiker), und das letzte Drittel hat keine Meinung zum E-Voting (siehe auch Tickermeldung zum E-Voting).