Ein Viertel der in der Schweiz eingesetzten Software soll nicht lizenziert sein
Laut einer Studie der Business Software Association (BSA) waren 26 Prozent der in der Schweiz eingesetzten Software im Jahr 2006 nicht korrekt lizenziert. Im letzten Jahr wählte BSA noch 27 Prozent. Die Schweiz belegt damit zusammen mit Österreich und Schweden den vierten Platz der Länder mit den niedrigsten Piraterie-Raten. Die tiefste Piraterie-Rate weisen die USA mit 21 Prozent aus, gefolgt von Neuseeland (22 Prozent) sowie Japan und Dänemark (je 25 Prozent). Am anderen Ende der Skala befinden sich Armenien (95 Prozent), Aserbaidschan und Moldawien (je 94 Prozent) sowie Simbabwe (91 Prozent).
Weltweit stagniert der Anteil von Raubkopien zum dritten Mal in Folge bei 35 Prozent, der Wert der illegalen Programme stieg jedoch aufgrund des weltweit wachsenden Softwaremarktes um über 5 Milliarden auf 39,6 Milliarden US-Dollar an. In der Schweiz werden Raubkopien im Wert von 395 Millionen Franken verwendet.
Seit 1994 lässt die BSA durch den Marktforscher IDC die weltweite Entwicklung der Softwarepiraterie untersuchen. Die Studie geht dabei von der Zahl der verkauften Computer in einem Land aus, für die in jedem Markt ein durchschnittlicher Softwarebedarf ermittelt wird. Der Vergleich mit der in diesem Land legal erworbenen Software ergibt somit den Anteil der Raubkopien, die zum Einsatz kommen. Open-Source-Produkte und Freeware werden dabei als legal eingesetzte Software berücksichtigt.
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