Esther Dyson: Internet-Regierung ist überflüssig
Die Diskussion um die sogenannte Internet-Regierung scheint sich zu verschärfen. Nachdem Andy Müller-Maguhn, Sprecher der Hackervereinigung Chaos Computer Club, als europäischer Vertreter gewählt wurde, meldete sich die bekannte amerikanische Wirtschaftsberaterin Esther Dyson zu Wort. In einem Interview mit der Frauenzeitschrift Vivian bezeichnete die derzeit noch amtierende Präsidentin von ICANN die Wahl als alles andere als demokratisch. Zudem stritt sie den Nutzen einer Internet-Regierung ab. Es brauche eine Organsisation mit begrenzter Macht, welche die Internet-Infrastruktur verwalte und die grundlegenden Richtlinien festlegen, meinte Dyson. Müller Moguhn hingegen sieht sein Amt programmatisch: Ich will den öffentlichen Raum frei von kommerziellen Spielregel halten, den freien Informationsfluss hüten und den Bits ihre Freiräume geben, meinte er gegenüber AP.
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