ETH-Spinoff Eurospider auf Geldwäscherjagd

Uhr | Aktualisiert
Suchmaschinenspezialist Eurosprider bringt mit „Relevancy 5“ die nächste Generation ihrer Information Retrieval Software heraus. Erstmals 2001 ausgestattet mit Venture Capital präsentierte CEO Peter Sträuble den Spin-off der ETH Zürich als „Eurospider 2.0“ im neuen Unternehmensgewand, mit vergrösserter Belegschaft und neuen Webauftritt. „Relevancy“ erschliesst im Gegensatz zu Suchdiensten wie Google gezielt die für ein Unternehmen relevanten Informationen aus den unterschiedlichsten Datenquellen im Intranet, aus Websites, Newsstreams oder externen Datenbanken. Daher lässt sich das System etwa in Finanzinstituten für das Aufdecken der Verflechtung von Firmen und Personen zum „Compliance Management“ einsetzen. Auch die automatische Benachrichtigung von News über das eigene Unternehmen und das maschinelle Beobachten der Konkurrenz ist möglich. Die Suchmaschine wird pro CPU lizenziert, kostet 70000 Franken in der einfachsten Konfiguration und läuft auf den üblichen Plattformen. Am gestrigen Launch in der SWX Swiss Exchange wirkte auch der ehemalige Staatsanwalt Paolo Bernasconi als Publikumsmagnet mit. Der Experte für Wirtschaftskriminalität warnte angesichts der verschärften gesetzlichen Rahmenbedingungen und dem Druck der Öffentlichkeit vor den Schäden, die Finanzinstituten aus gerichtlichen Verfahren wegen Geldwäscherei entstehen können.