EU: ACTA ist vom Tisch
Mit deutlicher Mehrheit stimmten die Abgeordneten des EU-Parlaments heute gegen das umstrittene Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA). Nur gerade 39 Abgeordnete sagten Ja.
Am heutigen Mittwoch stimmten die Abgeordneten des Europaparlaments in Strassburg über das umstrittene Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) ab. Nachdem in den letzten Wochen bereits vier wichtige EU-Ausschüsse das Abkommen abgelehnt hatten, lehnt das Europa-Parlament die Vorlage wie erwartet ab.
Eine sehr deutliche Mehrheit von 478 Abgeordneten stimmte gegen ACTA. Nur 39 stimmten für den Vertrag und 165 Abgeordnete enthielten sich. Mit der Ablehnung im Europa-Parlament kann das Abkommen nun nicht ratifiziert werden. Dies gilt selbst für die Länder, die den Vertrag bereits unterschrieben haben.
Massive Kritik zeigt Wirkung
In der Schweiz hatte der Bundesrat die Ratifizierung von ACTA bereits Anfang Mai ausgesetzt und angekündigt, auf "neue Entscheidungsgrundlagen" zu warten. In einer ersten Stellungnahme fordert Nationalrat Blathasar Glättli (ZH, Grüne) den Bundesrat auf, de Ratifizierungsprozess offiziell abzubrechen. "Selbst die BefürworterInnen des Abkommens müssen zugeben, dass dieses nicht mehr sinnvoll ist, wenn die EU nicht mitmacht", schreibt Glättli auf seiner Website.
Das Abkommen hat seit Beginn des Jahres zu massiven Bürgerprotesten und Kritik in ganz Europa geführt. Fünf EU-Mitgliedsstaaten, darunter Polen und Slowenien, kündigten daraufhin an, den Vertrag nicht zu unterzeichnen. In der Schweiz wurde die Kritik von den Nationalräten Glättli und Hugues Hiltpold (GE, FDP) vor den Bundesrat getragen. Auch die Piratenpartei und Amnesty Schweiz machten mobil.
Schweizer KMUs buhlen um erfahrene KI-Fachkräfte
Markt für OLED-Monitorpanels wächst um fast 80 Prozent
Finma aktualisiert Anforderungen an Video- und Online-Identifizierungen für Banken
Zertifikate sicher verwalten, Risiken früh erkennen
Asos bestätigt Datenleck nach gefälschter Push-Nachricht
BDO übernimmt Microsoft-365-Spezialisten K-Con
Wieso nicht auch alltägliche Probleme maximal optimieren
Ricardo meldet Datenabfluss bei 890'000 Userkonten
Update: Auch Berner Pensionskassen melden einen Cyberangriff