EU kämpft auf Website gegen hohe Roaming-Gebühren
Die EU-Kommission beabsichtigt, im Oktober eine Internetseite mit den in ihren Mitgliedstaaten geltenden Ausland-Roaming-Gebühren einzurichten. Ziel sei es, durch die Möglichkeit des Preisvergleichs den Wettbewerb anzukurbeln, heisst es in Brüssel. Dort existieren nämlich erhebliche Unterschiede: Ein Gespräch von Zypern nach Finnland mit einem finnischen Vertrag kostet beispielsweise 58 Cent pro Minute. Für ein Gespräch von Malta nach Polen mit einem polnischen Vertrag muss der Kunde hingegen bis zu 5 Euro pro Minute hinblättern. "Wir haben schon gesehen, dass solche Transparenz-Initiativen in anderen Bereichen einen relativ grossen Effekt haben, etwa die Vergleichsmöglichkeit von Autopreisen", erklärte die zuständige Kommissarin Viviane Reding in mehreren Interviews. Reding drohte auch rechtliche Schritte an, wenn die Mobilfunker bis zum kommenden Jahr ihre Tarife für Gespräche aus dem Ausland nicht senken sollten.
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