EU und USA streiten sich um die Regulierung des Internets

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Die Europäische Union und die USA sind im Streit um die Regulierung des Internets heftig aneinander geraten. Bei den bis heute stattfindenden Verhandlungen zum 2. Weltgipfel der Informationsgesellschaft in Genf hat die EU am Mittwoch einen neuen Vorschlag zur Organisation der Internetverwaltung eingebracht: Ein neues internationales und regierungsunabhängiges Gremium - möglicherweise bei den Vereinten Nationen angesiedelt - solle die Regeln für das Internet festlegen und überwachen sowie die Aufsicht über das Domain-Name-System und die Vergabe der IP-Adressen übernehmen. Mit diesem Vorschlag hat die EU die US-Delegation offenbar überrascht, galt sie doch bisher als der einzige Verbündete der Amerikaner. Man sei sehr enttäuscht über den Vorschlag der EU, gab US-Delegationsleiter David Gross dem Online-Newsdienst Heise zu Protokoll. Es sei völlig unangemessen, die Vereinten Nationen mit der Verwaltung "einer Menge technischer Daten" zu beauftragen. Im Lager der EU-Delegation spricht man inzwischen laut einem Artikel der New York Times von einer taktischen Überreaktion seitens der Amerikaner. Im EU-Lager sei man zuversichtlich, dass der neue Vorschlag den Gipfel aus der bisherigen Pattsituation führen könne.