Europäer mögen kein Onlinebanking

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Das Bankfilialsystem erfährt in Europa eine Renaissance. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Untersuchung des Marktforschers Forrester Research. Demnach bevorzugt ein Drittel der europäischen Bankkunden den persönlichen Kontakt. Der Vertrieb über das Internet oder andere Self-Service-Kanäle sei nach wie vor schwierig. Dies habe die Geldinstitute dazu gebracht, ihre Vertriebsstrategien zu überdenken, nachdem sie nun etwa zwei Jahrzehnte lang Kosten heruntergefahren hätten, indem sie Kunden weg von der persönlichen Beratung hin zu kostengünstigen Self-Service-Angeboten führten, so die Studie.
Gemäss der Untersuchung halten 42 Prozent der Führungskräfte in europäischen Banken die Filiale für das mit Abstand wichtigste Vertriebselement. Weitere 42 Prozent sehen in den Aussenstellen einen wichtigen Bestandteil. Nicht einer der Befragten stufte Onlinebanking oder andere Vertriebswege als wichtiger ein. Die Forrester-Untersuchung zeigt zudem, dass der Grossteil des Umsatzes weiterhin in den Filialen generiert wird, da Kunden den persönlichen Kontakt wünschen. Dazu Cliff Condon, Principal Analyst, Financial Services, bei Forrester: "Das Internet ist ein sehr effektiver Transaktionsmotor, aber es ist schwierig darüber Produkte zu verkaufen. Obwohl 44 Prozent der Konsumenten das Netz nutzen, um sich zu informieren, schliessen nur etwa fünf Prozent auch online Verträge ab."