Fantastic schliesst europäische Niederlassungen

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Der Zuger Start-Up und einstige Börsenliebling Fantastic Corporation gab gestern Donnerstag bekannt, aus Kostengründen die meisten europäischen Verkaufsniederlassungen zu schliessen und die Verkaufsaktivitäten in Zukunft von Zug aus zu führen. Der Vertrieb der Fantastic-Produkte in Europa wird nun indirekt von den Anwendungspartnern IBM, HP und DMR übernommen. Der US-Markt wird von Dallas aus bedient. Die Software-Entwicklung sei durch diese Massnahme nicht beeinträchtigt, betonte das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Dieser Sparmassnahme fallen 18 Stellen zum Opfer. Gegenüber der NZZ präzisierte CEO Alain Bandle, dass der Stellenabbau 7 Angestellte in Zug und zwei in den USA betreffe, 9 weitere Stellen gehen durch die Schliessungen der Verkaufsniederlassungen in Deutschland, Italien, Spanien und Grossbritannien verloren. Zum 31. März 2002 beschäftigte Fantastic 82 Mitarbeiter, gegenüber 263 am Ende des Vergleichsquartals im Vorjahr. Mit den Schliessungen will Fantastic ab dem kommenden Jahr die Betriebsausgaben um rund einen Viertel von 5,2 Millionen auf 3,9 Millionen US-Dollar pro Quartal senken. Per 30.Juni 2002 verfügte Fantastic noch über 24,9 Millionen Dollar an liquiden Mitteln. In Anbetracht der schwachen Ertragslage sei die Kostenreduktion absolut überlebensnotwendig, sagte Bandle weiter gegenüber der NZZ, hällt aber daran fest, 2003 eine ausgeglichene Rechnung zu erzielen.