Fast 649 Millionen Euro Busse für LCD-Hersteller
Die EU-Kommission hat Samsung, LG und einige taiwanesische Hersteller von Flüssigkristallbildschirmen mit fast 649 Millionen Euro gebüsst. Die Unternehmen hatten Preise untereinander abgesprochen und so Konsumenten geschädigt.
Die Europäische Kommission hat gegen sechs Hersteller von LCDs eine Geldbusse von insgesamt 648,925 Millionen Euro verhängt. Angaben der Kommission zufolge haben sich diese an einem Kartell beteiligt, das europäische Käufer von Flachbildfernsehern, Computern und anderen Produkten mit LC-Bildschirmen zu hohe Preise bezahlen liess.
Bei den sechs Unternehmen handelt es sich um die Samsung Electronics und LG Display sowie um die taiwanesischen Firmen AU Optronics, Chimei InnoLux Corporation, Chunghwa Pictures Tubes und HannStar Display Corporation. Nach der Kronzeugenregelung der Kommission wurde Samsung Electronics die Geldbusse vollständig erlassen, da es als erstes Unternehmen Informationen über das Kartell vorgelegt hatte.
„Ausländischen Unternehmen ebenso wie europäischen Firmen muss klar sein, dass sie sich an die Regeln des Fair Play zu halten haben, wenn sie in Europa Geschäfte machen wollen. In diesem Fall wussten die Unternehmen genau, dass sie gegen die Wettbewerbsregeln verstiessen und versuchten, ihr rechtswidriges Verhalten zu verschleiern. Verständnis gibt es nur für diejenigen, die ein Kartell anzeigen und uns bei der Beweisführung unterstützen“, erklärt EU-Wettbewerbskommissar und Vizepräsident der Kommission Joaquín Almunia.
Vier Jahre lang hätten diese Unternehmen Margen und Preise untereinander abgestimmt und Informationen über die Produktionsplanung, ihre künftige Kapazitätsauslastung, Preisgestaltung und andere Geschäftsbedingungen ausgetauscht.
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