Finnova erhält eine zweite Chance bei den grossen AGI-Banken – und muss die Governance ändern

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Die vier grösseren AGI-Banken, die Kantonalbanken von Freiburg, Luzern, St. Gallen und Thurgau, wollen sich die Finnova-Plattform noch einmal genauer anschauen. Dies bestätigte AGI-Sprecher Daniel von Arx gegenüber dem NetzwocheTicker. Im Herbst des letzten Jahres hatten die kooperierenden Banken beschlossen, lediglich die Plattformen von Avaloq (Avaloq Banking System) und CSC (Swiss Banking Platform) in die Shortlist aufzunehmen. Nun soll der Kreis um Finnova erweitert werden. Die Lenzburger Finnova AG hatte gegen Jahresende mit dem Zuschlag der Graubündner Kantonalbank sowie von elf abtrünnigen Regionalbanken des RBA-Verbundes auf sich aufmerksam gemacht. Bereits früher hatten sich die vier kleineren AGI-Banken für die Plattform entschieden. Mit der erneuten Ausweitung des Bewerberfeldes verzögert sich auch der Fahrplan für den Plattformentscheid. Bis Mitte 2005 soll die Detailevaluation abgeschlossen werden, und in der zweiten Jahreshälfte 2006 soll dann definitiv entschieden werden. Für Finnova bringt die erneute Aufnahme in den Kreis der Anwärter zusätzlich wichtige Änderungen mit sich: Eine zentrale Bedingung der grösseren AGI-Banken für die Wiederaufnahme von Finnova in die laufende Ausmarchung war die Anpassung der Corporate Governance des bisherigen Kooperationsunternehmens. "Die Finnova AG hat nun angekündigt, die Trägerschaft und die Führungsstruktur in den kommenden Jahren zu einem marktorientierten Modell zu entwickeln", hält AGI-Sprecher Daniel von Arx fest. Wie diese Änderung aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Bisher verfügen die Schwyzer und die Schaffhauser Kantonalbank über eine Mehrheit am Unternehmen, Minderheitsbeteiligungen besitzen die Kantonalbanken von Uri, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Nid- und Obwalden sowie das Management. Mehr zur Situation im Banken-IT-Umfeld lesen Sie in der aktuellen Netzwoche.